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Die ISO-Normenreihe 8859

Inhaltsverzeichnis: 1... 2... 3... 4... 5... 6... 7... 8... 9... 10... 15

Weitere Einzelheiten über die verschiedenen Zeichensätze wie die Hexadezimalwerte oder Namen von Zeichen, bzw. eine ungefähre Kopie erhalten Sie, wenn Sie die jeweilige Tabelle anklicken.

ISO-8859-1

Jeu 8859-1

Mit dem ISO 8859-1 Zeichensatz, der der Einfachheit halber oft als Latin-1 (Latein-1) bezeichnet wird, können fast alle westeuropäischen Sprachen einschließlich der nachfolgenden dargestellt werden: Albanisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Färöisch, Finnisch, Französisch, Gallikanisch, Irisch, Isländisch, Italienisch, Katalanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch und Spanisch.

Die HTML akzeptierte anfänglich nur den ISO 8859-1 Zeichensatz. Diese Einschränkung besteht jedoch seit der Veröffentlichung der neuen unter der Anleitung von Alis abgefaßten RFC nicht mehr; die neuesten Browser, wie der Sextant, unterstützen die Anzeige und Verarbeitung zahlreicher Zeichensätze.

ISO-8859-2

Jeu 8859-2

Der Latin 2 (Latein-2) Zeichensatz unterstützt alle auf dem lateinischen Alphabet aufgebauten slawischen Sprachen in Mitteleuropa. ISO-8859-2 wird für folgende Sprachen verwendet: Deutsch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch.

ISO-8859-3

Jeu 8859-3

Dieser Zeichensatz wird für Esperanto, Gallikanisch, Maltesisch und Türkisch verwendet.

ISO-8859-4

Jeu 8859-4

Zur Unterstützung von Sprachen wie Estnisch, Lettisch und Litauisch enthält die ISO-8859-4 einige zusätzliche Buchstaben. Sie ist ein unvollständiger Vorläufer des Latin 6 Latin 6 (Latein 6) Zeichensatzes.

ISO-8859-5

Jeu 8859-5

Der ISO-8859-5 Zeichensatz dient der Darstellung der verschiedenen Sonderformen des kyrillischen Alphabets und unterstützt Belorussisch, Bulgarisch, Mazedonisch, Serbisch und Ukrainisch.

Das kyrillische Alphabet wurde im 9. Jh. vom Slawenapostel Kyrill aus den Großbuchstaben des griechischen Alphabet entwickelt. Das noch ältere glagolitische Alphabet (altslawisch glagolati sprechen) wurde für einige Dialekte aus den Kleinbuchstaben des griechischen Alphabets entwickelt. Diese Zeichen werden heute noch von den dalmatinischen Katholiken für ihre liturgischen Bücher verwendet. Die französischen Könige wurden in Reims mit einem dem heiligen Hieronymus zugeschriebenen Evangelium aus glagolitischen Zeichen gekrönt.

Bitte beachten Sie, daß Rußland für Computerzwecke den KOI8-R Zeichensatz dem ISO Zeichensatz vorzuziehen scheint. Der KOI8-R Zeichensatz besteht aus der unteren Hälfte (d.h. den ersten 128 Zeichen) des entsprechenden amerikanischen ASCII Zeichensatzes; die obere Hälfte besteht aus folgenden Zeichen:

Jeu russe koi8-r

ISO-8859-6

Jeu 8859-6

Arabische Buchstaben können in vier Stellungen dargestellt werden: initial, mittel, final, isoliert. Die in ISO-8859-6 kodierten arabischen Dokumente werden jedoch erst nach Abschluß eines als Kontextanalyse bekannten Verarbeitungsverfahrens am Bildschirm sichtbar, das die jeweilige Stellung der Zeichen analysiert und diese dann in der richtigen Form darstellt. Die Buchstaben müssen jedoch nicht nur kontextualisiert sondern auch verbunden werden (Ligatur).

Die arabische Schrift ist, wie das hebräische Alphabet, phönizischen Ursprungs. Wie sich die arabische Schrift aus dem Phönizischen entwickelt hat ist unbekannt. Die ersten echten arabischen Inschriften stammen von 512-513 A.D. Im Jahre 622 A.D. ist der islamische Prophet Mohammed von Mekka nach Medina geflohen. Dieses Jahr ist der Beginn der mohammedanischen Zeitrechnung (Hegira). Die kurz vor dieser Zeit aufgetauchte Schrift fand, dank der ungeheueren Expansion des Islams in den ersten Jahrhunderten der Hegira, weite Verbreitung.

ISO-8859-7

Jeu 8859-7

Dies ist die neugriechische Schrift. Im Gegensatz zur altgriechischen Schrift hat sie weder Betonungen oder tiefgestellte Jotas noch Akzente.

Das altgriechische Alphabet ist phönizischen Urspungs; und da zur Übertragung griechischer Vokale phönizische Konsonanten verwendet wurden, ist es das erste echte Alphabet. Die Neugriechen hatten die einfache, jedoch intelligente Idee zur Darstellung von Vokalen ungenutzte Konsonanten vom aramäischen Alphabet zu übernehmen. Man weiß, daß das altgriechische Alphabet erst seit 800 v. Chr verwendet wurde; Experten der phönizischen Kultur nehmen jedoch an, daß die Übernahme kurz vor 900 v. Chr. stattgefunden haben muß.

ISO-8859-8

Jeu 8859-8

Zum Schluß sei noch die hebräische Schrift erwähnt, die wie die arabische Schrift von rechts nach links geschrieben wird.

Das hebräische Alphabet ist eine Variante des phönizischen Alphabets und geht bis auf das 3. Jh. v. Chr. zurück. Vor dieser Zeit sprachen die Phönizier, Moabiten und Hebräer eine gemeinsame semitische Sprache und benutzten die gleiche Schrift. Obwohl im 7. und 8. Jh. v. Chr. Unterschiede in der für Inschriften verwendeten Sprache auftauchten, blieb das Alphabet unverändert. Im 3. Jh. v. Chr. haben die Moabiten dann quadratische Zeichen eingeführt, die die Hebräer im 1. Jh. v. Chr. übernommen haben. Damit entstand das bekannte aus 22 Buchstaben bestehende Alphabet.

ISO-8859-9

jeu 8859-9

Mit dem ISO-8859-9 Zeichensatz bzw. Latin 5 (Latein 5) werden die selten gebrauchten isländischen Buchstaben des Latin 1 (Latein 1) Satzes durch türkische Buchstaben ersetzt.

ISO-8859-10

jeu 8859-10

Mit Latin 6 (Latein 6) bzw. ISO-8859-10 werden die in Latin 4 (Latein 4) fehlenden grönländischen und lappländischen Buchstaben geliefert. Damit sind alle skandinavischen Sprachen abgedeckt.

ISO-8859-15

jeu 8859-15







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